Völler applaudiert für Reporter, lacht über Woltemade-Vergleich und will für



Völler applaudiert für Reporter, lacht über Woltemade-Vergleich und will für 1860 spenden I WM 2026

Für die erste Pressekonferenz nach der Ankunft im WM-Basecamp hatte man beim DFB nicht Verbandschef Bernd Neuendorf, Bundestrainer Julian Nagelsmann oder Kapitän Joshua Kimmich ausgewählt – sondern Rudi Völler. Und der Sportdirektor, innerhalb der WM-Reisegruppe eine Art Vater der Kompanie einnimmt, meisterte – all seine Erfahrung ausspielend – schlagfertig und amüsant nicht nur die Fragen zur deutschen Mannschaft, sondern auch die Themen rund um diese WM, von den politischen Rahmenbedingungen über die horrenden Kosten („Einfach zu teuer“) bis zu neuen Regeländerungen durch die FIFA („Finde ich gut“).

Zunächst bedankte er sich bei den Gastgebern im Graylyn Estate auf dem Gelände der Wake Forest University für den „wunderbar herzlichen Empfang“, alle seien glücklich, „dieses wunderschöne Resort nutzen zu dürfen“. Und er stellte klar: „Es wird niemals eine Entschuldigung sein, dass unser Trainingslager nicht gut genug war.“

Ob die Mannschaft von Bundestrainer Nagelsmann gut genug ist in diesem Mammut-Turnier, wird sich zeigen. Völler gab sich betont zuversichtlich, vermied jedoch ausdrücklich, ein konkretes Turnierziel zu benennen, das über die Vorrunde hinausgeht. „Die Gruppenphase müssen wir überstehen, am liebsten als Erster, das ist ja klar“, formulierte er den Mindestanspruch. Und dann? „Wir wollen weit kommen und werden schwer zu schlagen sein. Das ist schon mal eine wichtige Ansage“, entgegnete Völler. Je länger ein solches Turnier dauere, desto größer die Unwägbarkeiten, er rechnete vor: „Es geht nicht immer so aus, wie die großen Experten eines Turniers denken.“

Nachdem er seinen kurzweiligen Mix aus Botschaften und Anekdoten abgeschlossen hatte, machte er sich auf den Weg nach Mexiko-City, um einerseits Stiftungseinrichtungen des DFB zu besuchen und zum zweiten das Eröffnungsspiel im Aztekenstadion („mein absolutes Lieblingsstadion“) zwischen Mexiko und Südafrika zu verfolgen. Wenn die Nationalmannschaft am Sonntag auf dem Rasen in Houston ähnlich schwungvoll und erfrischend auftritt wie der Sportdirektor im Auditorium, muss man sich um den Turnierstart keine Sorgen machen.

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